AC/DC sind wieder da

AC/DC sind wieder da

01/06/2021 Aus Von Marc

Lange Zeit war es nur ein Gerücht, doch nun ist es Realität geworden. Die australischen Hardrocker von AC/DC kehren ins Rampenlicht zurück. Doch nicht nur das, die Fans dürfen sich auch auf eine Art Reunion freuen. Was schon seit Monaten diskutiert wurde, ist nun offiziell bestätigt. Mit Brian Johnson und Phil Rudd kehren zwei Mitglieder in die Band zurück, die bereits vor Jahren aus verschiedensten Gründen AC/DC verlassen mussten.

Nach dem Tod seines Bruders Malcolm Young ist Gitarrist Angus Young das letzte verbliebene Originalmitglied der Band und bestimmt deren Geschicke quasi im Alleingang. Das bekam zunächst der langjährige Drummer Phil Rudd zu spüren. Der hatte in Australien rechtliche Probleme nach einem wütenden Telefonanruf bekommen. Der folgende Prozess und die Verurteilung zu Hausarrest reichten schon aus, um den Fan-Liebling aus der Band zu werfen. Nicht viel besser erging es da zuletzt dem langjährigen Sänger Brian Johnson. Der hatte den legendären Sänger Bon Scott nach dessen viel zu frühen Tod ersetzt. Das Comeback-Album der Band entwickelte sich nicht nur zu einem weltweiten Superhit, sondern ist bis heute eines der meistverkauften Platten der Welt. „Back in Black“ läutete die Ära von Brian Johnson bei AC/DC ein.

Ein überraschender Ersatz

Diese sollte immerhin 36 Jahre lang dauern. Als Johnson während einer laufenden Tournee der Band durch die USA massive Hörprobleme bekam, kannte Bandleader Angus Young kein Pardon. Er warf seinen Sänger nach mehr als drei Jahrzehnten aus der Band und holte zur Überraschung der unzähligen Fans Guns N’ Roses Sänger Axl Rose an Bord. Während manche Anhänger geradezu verstört auf die ungewöhnliche Personalentscheidung reagierten, entwickelte sich die folgende Welttournee zu einem Triumphzug. Die Band, die seit Jahrzehnten zehntausende Fans in die Stadien dieser Welt lockt, hatte nichts von ihrer Anziehungskraft verloren. Doch schon damals waren zahlreiche Beobachter skeptisch, ob die ungewöhnliche Ehe halten würde. Schließlich gilt der Guns N’ Roses selbst als sehr exzentrisch. Doch die Zusammenarbeit klappte gut, während ein deprimierter Brian Johnson zu Hause versuchte seine Krankheit wieder in den Griff zu bekommen.

Tatsächlich gelang es Johnson mithilfe guter Ärzte sein Gehör zu retten und so weit wiederherzustellen, dass er auf die Live-Bühnen zurückkehren konnte. Als im Vorjahr erste Fotos von AC/DC in kursierten, die die Band vor ihrem Stammstudio in Kanada zeigten, war klar, dass etwas im Busch ist. Was dabei am meisten überraschte war, dass auf den Aufnahmen auch Brian Johnson und Phil Rudd zu sehen waren. Nun zeigt sich, dass die Band zu dieser Zeit tatsächlich ein neues Album aufgenommen hat. Vor wenigen Wochen war es dann so weit. Erste Teaser deuteten eine Single an, weniger später folgten die Tracklist und die Ankündigung der Platte.

Ein überraschender Ersatz
Ein überraschender Ersatz

Das aktuelle Line-Up besteht aus Brian Johnson, Phil Rudd, Cliff Williams, Angus Young und Stevie Young, der seinen Onkel zukünftig in der Band ersetzen wird. Das Begräbnis von Malcom Young war schließlich auch der Auslöser für das Comeback gewesen. Eigentlich hatten AC/DC beschlossen keine Platte mehr aufzunehmen, wie sie nun verrieten. Doch der traurige Anlass änderte ihre Meinung. „Power Up“ erscheint am 13. November und stellt damit den Nachfolger des 2014 erschienenen „Rock Or Bust“ dar. Mit „Shot In The Dark“ ist bereits die erste Single daraus auf dem Markt. Sobald es die Situation zulässt, will die Band auch wieder auf Tour gehen und die Stadien dieser Welt in Aufregung versetzen.